Schollene an der Havel
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Der Mond kocht

Mahlitz
Mahlitz liegt 7 km von Schollene entfernt, umgeben von Misch- und Nadelwäldern. Es ist wendischen Ursprungs und wurde bei der Stiftung des Bistums Havelberg 948 und 1150 als "malici" erwähnt. Auch die Bauart des kleinen Dorfes als Rundling und die Endung seines Namens "-itz" verraten diesen Ursprung. Weiterhin hieß es im 12. Jahrhundert "malicin", denn es gab ein Schriftstück, das eine Klage zwischen dem Kloster Jerichow und dem Bistum Havelberg enthielt. In diesem Erschien der Name des Pastors von "malicin" und "scolene". So hatte Mahlitz zu diesem Zeitpunkt auch schon eine Kirche, die auf dem Ackerplan gestanden haben soll, der heute noch die "Dorfstelle" heißt.
1305 trat in einem Vertrage Gerhards von Plotho mit dem Kloster Jerichow ein Pfarrer Konrad aus "malitz" auf. Im 14. Jahrhundert wurde Mahlitz wahrscheinlich wüst und danach an einer anderen Stelle neu aufgebaut und hat bereits den 30jährigen Krieg bestanden.
1872 gehörte Mahlitz einem Major Rudolf von Katte. Es war ein zu Wust gehörendes Vorwerk und enthielt mit Inbegriff von einem Kolonistenhause nur 10 Feuerstellen. Das Gut wurde dann ausgebaut. Die Gerichtbarkeit stand dem Rittergute zu. Der Ort gehörte zum Polizeibezirk Scharlibbe und hatte einen Krug und eine Schäferei.
Kuno von Katte, der Sohn des Majors Rudolf von Katte und seine Ehefrau Anna übernahmen die Geschäfte des Schlosses mit dem dazugehörigen Gut. Er arbeitete selbst auch fleißig mit. Das Rittergut hatte eine Größe von 1.000 ha. Um die Einnahmen zu vergrößern, entschloß er sich zur Entwässerung des großen Luchs. Ein Spruch über dem Eingang des Schlosses lautet: "Ich und mein Haus, wir wollen dem Herren dienen".
In dem schönen Park befindet sich die Familiengrabstätte derer von Katte. Das Gut bestand bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, wurde dann durch die Bodenreform aufgeteilt. Seit 1946 bis zum heutigen Tage wurde es als Wohnungen genutzt. Ursula von Katte, die Schwester des Gutsbesitzers, arbeitete nach dem Krieg als Gemeindeschwester im Bereich Mahlitz, Neuwartensleben und Ferchels. 1949 wurde Mahlitz der Großgemeinde Schollene angegliedert.


Schloß Mahlitz um 1900

Gasthof Frahm um 1900


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