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Double fou

Was vor zwei Jahren mit guter Resonanz begann, wurde auch dieses Jahr fortgeführt: das Dorffest in Neuwartensleben.
(Volksstimme, 05.10.2019)

Anlass für das erste Fest seit langem war damals das 200-jährige Bestehen des Schollener Ortsteiles gewesen. Viele Einwohner hatten sich beteiligt, alles wurde selbst finanziert und organisiert – so ist es bis heute geblieben. Und damals wie heute gesellten sich auch viele ehemalige Bewohner unter die Feiernden.
Zum Beispiel Jörg Riese und Frank Trauter, welche inzwischen in Schollene wohnen. „Wir beide sind Ur-Neuwartenslebener und kommen immer wieder gerne hierher“, berichtete Jörg Riese.

Und beide brachten sich beim Fest mit ein: Sie sorgten am Backofen auf dem Hof von Wolfgang Kurkowski dafür, dass das 42 Kilogramm schwere Schwein so richtig zart und knusprig wurde. Mit einem Fleischthermometer wurde von Jörg Riese die Kerntemperatur nachgemessen, es fehlten an einigen Stellen noch fünf Grad Celsius. – Eine halbe Stunde musste das Schwein darum noch weiter im gut vorgeheizten Ofen verbringen, gegen 18 Uhr wurde es dann zerteilt.

Nicht fehlen durfte beim Fest eine Tombola, wobei man insgesamt 45 Preise abräumen konnte. Die Preise hatten die Einwohner gestiftet, der Erlös kommt in die Gemeinschaftskasse. Gleiches traf auf das Glücksrad zu, an welchem gerade reger Andrang herrschte.

Bei künftigen Dorffesten soll alles rechtlich sauber geregelt sein, berichtete Organisator Christian Koch. Deshalb soll auch in Neuwartensleben ein Dorfverein gegründet werden. Genügend Gründungsmitglieder haben sich bereits gefunden, derzeit wird die Satzung erarbeitet.

Der Verein soll auch für ein besseres Dorfbild sorgen, denn darum ist es derzeit nicht gut bestellt. So liegen noch immer abgesägte Äste an der Straße, welche von der Streuobstwiese stammen. Die Pflanzen hatten nicht nur unter der langen Dürre gelitten, auch Tiere des Waldes hatten die Bäume angeknabbert – die Wiese ist nur teilweise eingezäunt.

Ein weiteres Projekt, für das sich der Verein einsetzen will, ist der Pflaumenweg. Ihn wollen die Einwohner wieder gern als Durchgang nutzen, wozu er aber erst ausgemessen werden muss – was schon mal allerhand Geld kostet.

Nicht fehlen durfte der Schießwagen des Klietzer Schützenvereins von 1991, in welchem mit Frank Ziemann ebenfalls ein Neuwartenslebener stand. Er lud auch zum „Pokerschießen 17+4“; wer mit seinen fünf Schuss also 21 Ringe hatte, konnte abräumen.

Zu Beginn gab es eine Kaffeetafel, welche vor allem die Älteren besuchten. Alle Gäste spendeten gern, damit auch 2020 gefeiert werden kann.

© Text und Foto: Ingo Freihorst

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